Schließt die Augen und verbringt einen Moment in Ruhe mit Euren Gedanken: welche Dinge sind Euch, wenn Ihr an Euer Dorf denkt oder gar ans Leben als Ganzes, besonders wichtig? Welche Werte und Grundsätze machen für Euch ein gutes (Zusammen-)leben aus? Habt keine Angst, pathetisch zu werden, Ihr müsst nicht einmal realistisch sein. Zeit für eine Utopie. In einer perfekten Gesellschaft würden…
Nun öffnet die Augen wieder und schreibt ein paar Begriffe auf, die wichtig waren. Guckt Eure Liste an? Ist sie vollständig? Fehlt noch etwas? Falls alle wichtigen Begriffe da sind, guckt, ob Ihr ein paar Muster finden könnt. Gibt es ein paar Grundprinzipien, die für Euch zentral sind? Wenn Ihr wollt, könnt Ihr Euch Eure Körperintelligenz zu Rate ziehen. Bittet jemand, Euch zu helfen, stellt Euch gerade und fest hin und sprecht einen Begriff aus. Bittet Euer Gegenüber, Euch umzustupsen, erst leicht, dann immer stärker. Probiert dann den nächsten Begriff. Ihr werdet schnell feststellen, welche Begriffe Euch stärken und welche nicht so wichtig sind.
Nun versucht, aus diesen Begriffen 3-5 Prinzipien zu formulieren, die für alle Bereiche des Dorfes, wirtschaftlich, sozial oder ökologisch, relevant sind. Beispielsweise: „wir gehen respektvoll mit Vielfalt um“ oder „wir sind offen für das Neue“. Feilt so lange an der Auswahl und an der Formulierung, bis ich merkt, dass Ihr innerlich strahlt, weil eine Welt, die auf diesen Prinzipien basiert, ein tolles Zuhause ist.
Nun berichtet uns: Ist es Euch leicht oder schwer gefallen, Euch zu verorten und zu entscheiden? Habt Ihr einen Zugang dazu, was Euch wichtig ist und was weniger? Wie ging es Euch, als Ihr Eure Prinzipien gefunden hattet? Haltet Ihr eine Dorfentwicklung auf Basis dieser Prinzipien für utopisch oder erreichbar? Was wollt Ihr jetzt mit dieser Sehnsucht anstellen?